Über den programmatischen Hintergrund diese Webseite

Die Vielfalt landwirtschaftlicher Kulturpflanzen hat sich aus verschiedenen Gründen im 20. Jahrhundert drastisch reduziert.

75% der Kultursorten gelten laut FAO inzwischen als ausgestorben, viele Arten und Sorten als mehr oder minder stark gefährdet.

Dabei erstreckt sich die Gefährdung  sowohl auf die Artenvielfalt, innerartlich auf den Erscheinungstyp und auf die genetische Vielfalt. Für gartenbaulich genutzte Kulturpflanzen wird der Gefährdungsgrad mit einem erarbeiteten Verzeichnis, Rote Liste Gemüse inzwischen dokumentiert, für landwirtschaftliche Arten fehlt eine derartige Übersicht noch.

In Mitteleuropa ist durch die Intensivierung und Modernisierung der Landwirtschaft und saatgutrechtliche Normen eine besondere Einschränkung landwirtschaftlicher Sorten auf ertragreiche, stark homogene und genetisch enge Sorten und Typen erfolgt.

Weitgehend verschwunden sind die typischen regionalen Landsorten und davon abgeleitete frühe Zuchtsorten. Verloren gingen auch Arten wie Emmer, Rauweizen und Einkorn, sowie Unterarten wie z.B. Fahnenhafer und Imperialgersten.

Ziele & Aufgaben des Netzwerks

Das Getreidenetzwerk des VERN hat sich zum Ziel gesetzt, in Sammlungen und teilweise auf Betrieben noch regional vorhandene Getreidesorten zu sichten, diese wieder in Anbau und Verarbeitung zu nehmen.

Dies stellt einen Beitrag zur sogenannten. on-farm-Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen im Sinne des FAO-Vertrags zu pflanzengenetischen Ressourcen dar. Eine zweckmäßige Standortanpassung soll ermöglicht sowie die freie Verfügbarkeit dieser Varietäten gesichert werden.

Im Netzwerk arbeiten landwirtschaftliche Betriebe in mehreren Bundesländern auf Mitgliedsbasis zusammen. Die Regeneration von Sorten aus Sammlungen, deren Sichtung, Vermehrung und Anbauprüfung erfolgt kooperativ unter Nutzung und in Abstimmung mit weiteren Partnern (HNEE, LELF-BB, bayr. LfL, LWK NRW).

Vorrangig sollen Landsorten verschiedener Regionen und frühe Zuchtsorten europäischer Pflanzenzüchter auf landwirtschaftlichen Betrieben in dynamischer Erhaltungszucht bewahrt und sanft weiterentwickelt werden.Das Netzwerk ist auf vertraglicher Grundlage offen für weitere Betriebe:

Besondere Bedeutung für eine langfristige Sicherung des Erhaltungsanbaus kommt dabei Landwirten als Nutzer und möglichen Verarbeitern wie Bäckern, Mühlen, Brauern zu.

Neben der Züchtungsgeschichte, Herkunft und besonderer Angepaßtheit älterer Sorten zeigt sich deren Wert und Gebrauchseigenschaften vorrangig bei handwerklicher Verarbeitung und der Herstellung regionaler Produkte daraus.

Kartoffeln und Obst

Perspektivisch wird sich diese Internetseite www.landsorten.de auch mit historischen Kartoffel- , Obst- und weiteren Getreidesorten wie Mais auseinandersetzen. Ob Blaue Schweden oder das Bamberger Hörnla – auf dem Markt haben sich schon allein des Geschmacks wegen wieder ein paar historische Erdlinge, wie die Kartoffeln beim polnischen Nachbarn heißen, etabliert.


Interessante Links

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